
Im Februar 1937 übernahmen Karl und Hildegard Eilers das
Geschäft des Uhrmachermeisters Peter Siebolts in der Uffenstraße in Norden.
Damit begann die Geschichte von Uhren Eilers in Norden.
Groß war das Unternehmen damals nicht. Karl Eilers
reparierte Uhren, bediente seine Kunden und baute sich nach und nach einen
Namen auf. Schon 1939 konnte das Geschäft erweitert werden und zwei Lehrlinge
kamen hinzu.
Dann begann der Zweite Weltkrieg – und vieles von dem, was
sich die junge Familie gerade aufgebaut hatte, wurde plötzlich nebensächlich.
Nach dem Krieg beginnt vieles noch einmal von vorn
1947 kehrte Karl Eilers nach Norden zurück. Die Bedingungen
waren alles andere als einfach. Waren sind knapp geworden und auch das Geschäft
hatte unter den Kriegsjahren gelitten.
Wie schwierig diese Zeit gewesen sein muss, zeigt eine
kleine Geschichte aus den alten Zeitungsberichten besonders gut: In das
Geschäft wurde eingebrochen und sämtliche Uhren aus dem Schaufenster gestohlen.
Trotz solcher Rückschläge machten Karl und Hildegard Eilers weiter.
1947/48 stand schließlich eine Entscheidung an, die sich
später als besonders wichtig erweisen sollte. Die Räume in der Uffenstraße
waren zu klein geworden. Karl und Hildegard Eilers entschieden sich für einen
Umzug in die Osterstraße.
1949 begann dort der nächste Abschnitt der Firmengeschichte.
Der neue Standort bot mehr Platz für das Geschäft und sogar
eine eigene Werkstatt. Was zunächst ein weiterer Neuanfang war, erwies sich
über die Jahre als genau die richtige Entscheidung.
1954 kommt Eilers nach Marienhafe
Nur wenige Jahre später wagte die Familie den nächsten
Schritt. 1954 eröffnete Eilers ein Geschäft in Marienhafe, zunächst in der
Kronenstraße im ehemaligen Geschäft des Schuhmachers Galli.
1956 zog die Filiale in das sogenannte „Weiße Haus“ am
Markt.
Und dort taucht bereits die nächste Generation in der
Firmengeschichte auf.
Karl-Heinz Eilers war gerade einmal 20 Jahre alt, als er
1957 die Leitung der Filiale in Marienhafe übernahm. Für einen jungen Mann eine
Menge Verantwortung – gleichzeitig war es der Anfang seines eigenen Weges im
Familienunternehmen.

Einfach nur in die Fußstapfen des Vaters zu treten, reichte
Karl-Heinz Eilers offenbar nicht. Seine Ausbildung zeigt vielmehr, wie breit
das Unternehmen in den folgenden Jahren aufgestellt werden sollte.
1961 legte er im Alter von 24 Jahren seine Meisterprüfung
als Uhrmacher ab.
Doch dabei blieb es nicht. 1963 folgte die Gesellenprüfung
als Optiker, ein Jahr später die Optikermeisterprüfung. Am 30. März 1971 kam
schließlich ein weiterer Abschluss hinzu: Karl-Heinz Eilers wurde in Mainz
Meister der Hörgeräteakustik.
Aus dem ursprünglichen Uhrmacherbetrieb entwickelte sich
damit Schritt für Schritt ein Fachgeschäft, das weit mehr anbieten konnte als
Uhren.
1972 übernimmt die zweite Generation
Zum 1. Januar 1972 war es dann so weit: Karl-Heinz Eilers
übernahm offiziell das Unternehmen von seinen Eltern Karl und Hildegard Eilers.
Nach rund 35 Jahren gaben die Gründer die Verantwortung an
ihren Sohn weiter.
Karl-Heinz führte das Geschäft fort, setzte aber
gleichzeitig eigene Akzente. Uhren und Schmuck gehörten weiterhin zu Eilers,
während Optik und Hörgeräteakustik immer wichtiger wurden.
Auch die Geschäfte selbst veränderten sich. In Norden wurde
der Standort in der Osterstraße im Laufe der Jahre erweitert und modernisiert.
In Marienhafe entstand Ende der 1970er-Jahre ein neues Geschäftsgebäude.
Aus dem kleinen Uhrmachergeschäft, mit dem Karl und
Hildegard Eilers begonnen hatten, war längst ein Unternehmen mit mehreren
Fachbereichen und Standorten geworden.
Und wieder wächst die nächste Generation heran
Dass irgendwann auch die dritte Generation im Unternehmen
mitarbeiten würde, war keineswegs selbstverständlich.
Ralf Eilers sammelte zunächst außerhalb des Familienbetriebs
seine eigenen beruflichen Erfahrungen. Bereits mit 16 Jahren begann er seine
berufliche Laufbahn. Später wechselte er in die Optik und bildete sich
anschließend auch zum Hörgeräteakustiker weiter.
1990 kam er schließlich zurück nach Norden.
Von da an arbeiteten Vater und Sohn gemeinsam im
Unternehmen. Ralf übernahm nach und nach mehr Aufgaben und Verantwortung – bis
1995 der nächste Generationswechsel folgte.
Ralf Eilers übernahm die Geschäfte von seinem Vater
Karl-Heinz.
Damit lag die Verantwortung für das Unternehmen nun in den
Händen der dritten Generation.

Karl Eilers legte gemeinsam mit seiner Frau Hildegard den
Grundstein. Karl-Heinz Eilers erweiterte das Unternehmen fachlich und
entwickelte die Standorte weiter. Mit Ralf Eilers folgte schließlich die dritte
Generation.
Dabei wurde nicht einfach das weitergeführt, was schon immer
da war. Jede Generation brachte eigene Erfahrungen und Ideen mit und musste
sich mit den Veränderungen ihrer Zeit auseinandersetzen.
Genau das gehört zur Geschichte von Eilers.
Denn zwischen dem kleinen Uhrmachergeschäft in der
Uffenstraße und dem heutigen Unternehmen liegen nicht einfach nur viele Jahre.
Dahinter stehen Menschen, Entscheidungen, schwierige Zeiten, erfolgreiche Jahre
und immer wieder der Mut, etwas zu verändern.
In Norden und Marienhafe zu Hause
Bei aller Veränderung gibt es etwas, das sich durch die
gesamte Geschichte zieht: Eilers ist eng mit der Region verbunden.
Norden und Marienhafe sind nicht einfach zwei Standorte auf
einer Karte. Hier ist das Unternehmen gewachsen, hier haben Generationen von
Mitarbeitern gearbeitet und hier kamen über Jahrzehnte Menschen als Kunden in
die Geschäfte – manche Familien vermutlich ebenfalls über mehrere Generationen
hinweg.
Schon Karl und Hildegard Eilers setzten auf persönlichen
Kontakt, handwerkliches Können und zufriedene Kunden. Karl-Heinz und später
Ralf führten diesen Gedanken auf ihre eigene Weise weiter.
Technik, Produkte und Anforderungen haben sich seit 1937
grundlegend verändert.
Der persönliche Anspruch dahinter nicht.

Meilensteine unserer Geschichte
1932 – Die ersten Schritte
Karl Eilers macht sich als junger Uhrmachermeister zunächst
in Recklinghausen selbstständig. Es sind die ersten unternehmerischen
Erfahrungen, bevor es ihn zurück in seine ostfriesische Heimat zieht.
1937 – Eilers beginnt in Norden
Karl und Hildegard Eilers übernehmen im Februar das
Uhrmachergeschäft von Peter Siebolts in der Uffenstraße. Die Geschichte von
Uhren Eilers in Norden beginnt.
1939 – Die ersten Mitarbeiter kommen hinzu
Das junge Geschäft wächst. Karl Eilers erweitert seinen
Betrieb und stellt zwei Lehrlinge ein.
1947/48 – Zurück in Norden, die Uffenstraße wird zu klein
Nach den Kriegsjahren kehrt Karl Eilers nach Norden zurück.
Vieles muss neu aufgebaut werden. Trotz schwieriger Bedingungen setzt die
Familie das Geschäft fort. Karl und Hildegard Eilers entschieden sich für einen
größeren Standort in der Osterstraße. Eine Entscheidung, die die weitere
Entwicklung des Unternehmens entscheidend prägen wird.
1949 – Neuanfang in der Osterstraße
Das Geschäft zieht in die Osterstraße. Die größeren Räume
und eine eigene Werkstatt schaffen neue Möglichkeiten.
1954 – Eilers eröffnet in Marienhafe
In der Kronenstraße entsteht ein weiterer Standort. Damit
ist Eilers erstmals sowohl in Norden als auch in Marienhafe vertreten.
1956 – Umzug ins „Weiße Haus“
Die Marienhafer Filiale zieht an den Markt in das sogenannte
„Weiße Haus“.
1957 – Karl-Heinz übernimmt Verantwortung
Mit gerade einmal 20 Jahren wird Karl-Heinz Eilers
Filialleiter in Marienhafe. Die zweite Generation beginnt, das
Familienunternehmen mitzugestalten.
1961 – Meister im Uhrmacherhandwerk
Karl-Heinz Eilers legt im Alter von 24 Jahren seine
Meisterprüfung als Uhrmacher ab.
1963/1964 – Der Weg in die Optik
1963 folgt die Gesellenprüfung als Optiker. Bereits 1964
absolviert Karl-Heinz Eilers erfolgreich die Optikermeisterprüfung.
1971 – Ein weiterer Fachbereich kommt hinzu
Karl-Heinz Eilers wird Meister der Hörgeräteakustik. Das
Unternehmen stellt sich damit fachlich immer breiter auf.
1972 – Die zweite Generation übernimmt
Zum 1. Januar übergibt Karl Eilers das Unternehmen an seinen
Sohn Karl-Heinz. Nach rund 35 Jahren beginnt damit ein neues Kapitel der
Familiengeschichte.
Ende der 1970er-Jahre – Die Standorte verändern sich
In Norden wird das Geschäft in der Osterstraße erweitert und
modernisiert. Auch in Marienhafe tut sich einiges: Die bisherigen Gebäude
weichen einem Neubau.
1990 – Ralf Eilers kommt nach Norden zurück
Nach seiner Ausbildung und ersten beruflichen Erfahrungen
steigt Ralf Eilers in das Familienunternehmen ein und arbeitet gemeinsam mit
seinem Vater Karl-Heinz.
1992 – Abschied von Karl Eilers
Firmengründer Karl Eilers stirbt im Alter von 85 Jahren. Was
er gemeinsam mit seiner Frau Hildegard begonnen hat, wird inzwischen von der
nächsten Generation weitergeführt.
1995 – Die dritte Generation übernimmt
Ralf Eilers übernimmt die Geschäfte von seinem Vater
Karl-Heinz. Das Unternehmen wird nun in dritter Generation geführt.
2007 – 70 Jahre Eilers
Eilers feiert sein 70-jähriges Firmenjubiläum. Zu diesem
Zeitpunkt arbeiten laut damaliger Firmenchronik 22 Mitarbeiter für das
Unternehmen in Norden und Marienhafe.
Heute – Eine Geschichte, die weitergeht
Aus dem kleinen Uhrmachergeschäft von Karl und Hildegard
Eilers ist über die Generationen ein Unternehmen geworden, das fest zu Norden
und Marienhafe gehört.
Vieles hat sich seit den Anfangsjahren verändert. Geblieben
ist die Idee, die schon die Gründer begleitet hat: gute Arbeit, persönliche
Beratung und ein verlässlicher Ansprechpartner für die Menschen vor Ort.