
Das Haus Eilers in der Osterstraße 12–13 wurde im Jahr 1982 auf dem Grundstück zweier älterer Vorgängerbauten errichtet. Heute ist es als traditionsreicher Sitz des Juweliers und Uhrmachers Eilers bekannt und fest im Stadtbild verankert.
Historische Wurzeln
Die Geschichte des Unternehmens beginnt ursprünglich an einem anderen Standort: In der Uffenstraße 34 betrieb Karl Eilers seine Uhrmacherei. Dieses Gebäude existiert infolge der Altstadtsanierung heute nicht mehr. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nahm Karl Eilers am 20. August 1947 seine Arbeit wieder auf. Bereits kurz nach der Wiedereröffnung bildeten sich lange Schlangen vor dem Geschäft – viele Menschen ließen ihre während des Krieges beschädigten Uhren reparieren.
Der Weg in die Osterstraße
Im Jahr 1949 erwarb Karl Eilers das Gebäude Osterstraße 13 von der Witwe des Sanitätsrats Dr. Köppen. Zu dieser Zeit beherbergte das Haus unter anderem eine Arztpraxis, einen Schneider sowie einen Chemiker. 1971 kam das benachbarte Gebäude Osterstraße 12 hinzu, dessen Nutzungsgeschichte bis ins Jahr 1870 zurückreicht. Über die Jahrzehnte waren hier unter anderem ein Blaufärber, eine Bierhandlung, eine Papierwarenhandlung und eine Fischhandlung ansässig. Ab 1909 nutzte der Polsterer Jan Tjaden das Haus, ließ ein Schaufenster einbauen und bot neben Polsterarbeiten auch Textilien und Lederwaren an.
Neubau und Expansion
Nach der Geschäftsübernahme durch Karl-Heinz Eilers im Jahr 1979 wurden beide Altbauten 1982 abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Angebot wurde stetig erweitert: Neben Uhren gehörten bald auch Schmuck, Brillen und Hörgeräte zum Sortiment. Bereits seit 1954 bestand zudem eine Filiale in Marienhafe, zeitweise auch weitere Standorte in Emden und Leer.
Heute: Dritte Generation
Seit 1989 wird das Geschäft in dritter Generation von Ralf Eilers geführt. Das Haus Eilers steht damit bis heute für handwerkliche Qualität, Beständigkeit und eine enge Verbundenheit mit der Stadt und ihren Menschen.